Kunst und Bau

Visarte Bern wirkt auch als Ansprechpartner im Bereich Kunst und Bau sowie Kunst im öffentlichen Raum. Visarte Bern unterstützt öffentliche und private Bauherrschaften wie auch KünstlerInnen mit Informationen, Unterlagen zur Durchführungen von Ausschreibungen oder Begleitung von Wettbewerben. Zudem unterstützt Visarte Bern Projekte zur Vermittlung von Kunst und Bau und fördert den Diskurs über den Umgang mit Werken im öffentlichen Raum.

  • Wettbewerbsordnung für visuelle Kunst – Kunst und Bau / Kunst im öffentlichen Raum: Link
  • Kunst im öffentlichen Raum – Spaziergänge in der Stadt Bern: Link


Architekturwettbewerb Grentschel Lyss 2018/19

Visarte Bern wurde im 2018 angefragt, den Architekturwettbewerb rund um den Erweiterungsbau des Schulhaus Grentschel in Lyss zu begleiten. In der Folge hat der Vorstand von Visarte Bern in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro ahaa – Andreas Heierle, Luzern, basierend auf den Richtlinien Kunst und Bau von Visarte, das Wettbewerbsprogramm erarbeitet und das Projekt ausgeschrieben. Es sind für die 1. Runde 64 Dossiers eingegangen. Im Januar 2019 hat die Jury sieben Kunstschaffende mit der Ausarbeitung eines Projekts betraut.

Im Rahmen der 2. Runde wurden die sieben ausgearbeiteten Projekte be- urteilt und die Jury kam zu folgender Auswahl:
1. Rang: Zimoun/«Klangmikroskop»
2. Rang: Ingo Giezendanner/«Schlau wie ein Baum»
3. Rang: Boris Rebetez/«Volume».

Die Würdigung des Siegerprojekts:
«Zimouns zurückhaltender Projektvorschlag besteht aus minimalen visuellen Elementen und stellt trotzdem in hohem Masse eine Beziehung zur Architektur her. Die Auseinandersetzung mit dem Bau ist technisch herausfordernd, technologisch innovativ und setzt ganz auf den Hörsinn. Im Verborgenen werden Geräusche und Töne des Baus gesammelt und an verschiedenen Hörstationen hörbar gemacht. Das Gebäude selbst wird so zu einer Klangskulptur, welche subtil erforscht werden kann. Die Intervention setzt auf die Neugier und Entdeckerlust der Kinder und spricht den technischen Forschergeist an. Das symbiotische Kunst und Bau Projekt ist untrennbar mit der Architektur verbunden. Die Realisation ist nur möglich, wenn der Künstler und das Team des Architekturbüros Hand in Hand zusammenarbeiten.»

Die Jury bestehend aus je einem Vertreter der Bauherrschaft, der Schule und des Architekturteams sowie drei Vorstandsmitgliedern des Berufsverbands Visarte, Sektion Biel-Bienne und Sektion Bern. Die Umsetzung von Kunst und Bau beim Erweiterungsbau Schulanlage Grentschel Lyss ist beispielhaft und zukunftsweisend. Mit der verbindlichen Investition von einem Prozent der Bausumme für Kunst und Bau und dem geplanten Zusammengehen von Kunst und Architektur wird ein deutliches Zeichen gesetzt. Kunst wird hier nicht bloss ergänzend, sondern in Verschränkung mit der Architektur realisiert.

Ausschreibung zum Projektwettbewerb Grentschel Lyss