{"id":3269,"date":"2020-04-24T15:35:28","date_gmt":"2020-04-24T15:35:28","guid":{"rendered":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/?page_id=3269"},"modified":"2022-08-29T13:00:17","modified_gmt":"2022-08-29T13:00:17","slug":"kulturpolitik-2","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/?page_id=3269","title":{"rendered":"Kulturpolitik"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Visarte Bern reagiert auf die neue Kulturbotschaft des Gemeinderats<\/strong> <\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"https:\/\/www.bern.ch\/politik-und-verwaltung\/gemeinderat\/vernehmlassungen-des-gemeinderats\/kulturbotschaft-des-gemeinderats-2024-2027\">Kulturbotschaft des Gemeinderats-2024-2027<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stellungnahme der Visarte Bern zu Kulturstrategie 2024 \u2013 2027 der Gemeinde Bern<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Berufsverband der visuellen K\u00fcnste nehmen wir zur vorliegenden Kulturstrategie 2024 \u2013 2027 wie folgt Stellung:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir begr\u00fcssen es, dass der Gemeinderat eine diverse, nachhaltige, soziale und \u00f6kologische Kulturlandschaft f\u00f6rdern will. Dabei erachten wir die Chancengleichheit als grundlegend wichtig, um insbesondere die Zielvorgabe der Diversit\u00e4t erreichen zu k\u00f6nnen. Divers hier im Sinne von Kulturschaffenden, die mit unterschiedlichsten Hintergr\u00fcnden spannende Projekte entwickeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unbestritten und begr\u00fcssenswert sind f\u00fcr uns, dass bei der <strong>sozialen Nachhaltigkeit in Projekten <\/strong>Honorare und Sozialabgaben enthalten sein m\u00fcssen. Diese Vorgabe finden wir unumg\u00e4nglich und lange f\u00e4llig und begr\u00fcssen diese Verbesserung deshalb sehr. Auch finden wir gef\u00f6rderte Dienstleistungsprojekte oder Netzwerke f\u00fcr Kulturmanagement sehr begr\u00fcssenswert. Gerade in der bildenden Kunst ist diese Vernetzung nicht so ausgebildet wie z.B. bei den darstellenden K\u00fcnsten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider wurde unserer Meinung nach in den erw\u00e4hnten <strong>\u00abZukunftslabors\u00bb <\/strong>nicht die erwartete vertiefte Meinung der Basis zu einer m\u00f6glichen Kulturstrategie abgeholt. Es war eher eine informative Veranstaltung, die uns ratlos zur\u00fcckliess. Es konnten keine Prozesse entstehen, und damit auch keine Vertiefung der Themen. Die vorliegende Kulturstrategie widerspricht sich, unserer Meinung nach, in etlichen Punkten und ist fern der Praxis.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum <strong>Querschnittsthema Nachhaltigkeit <\/strong>und die damit verbundene B\u00fcndelung von gef\u00f6rderten Projekten, um Nachhaltigkeit und auch Qualit\u00e4t zu sichern, k\u00f6nnen wir nachvollziehen, m\u00fcssen jedoch darauf aufmerksam machen, dass das zur Folge hat, dass abgewiesene Projekte dann auch vom Kanton und von der Burgergemeinde und von Stiftungen keine Gelder erhalten. Die Gate- Keeper-Funktion, die die Stadt Bern mit Zuspr\u00fcchen oder Absagen von F\u00f6rdermitteln innehat, w\u00e4re in der F\u00f6rderlandschaft von Stadt und Kanton Bern grunds\u00e4tzlich neu zu verhandeln.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Diversit\u00e4t in der Kulturf\u00f6rderung: Der neue Kredit Projekt- und Programmf\u00f6rderung:<br><\/strong>Die vorgeschlagene <strong>Zusammenf\u00fchrung der Sparten <\/strong>Musik, Kunst, Literatur und Theater\/Tanz, den Kredit Film den Kredit weitere Beitr\u00e4ge sowie den Kredit Infrastrukturen der Altstadt und damit die Zusammenlegung der F\u00f6rderkredite, und damit eine Aufhebung der einzelnen Sparten und deren Kommissionen in eine sehr grosse Kommission einem sog. Expert:innen-Pool, erachten wir als nicht zielf\u00fchrend und v\u00f6llig widerspr\u00fcchlich zu der obenerw\u00e4hnten Forderung nach Diversit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Diversit\u00e4t ist unserer Auffassung nach eine grundlegende Qualit\u00e4t, die erreicht wird, indem die Sparten-Kommissionen m\u00f6glichst divers in den einzelnen Disziplinen aufgestellt sind, um z.B. die visuellen K\u00fcnste betreffend, Video, Malerei, Installation, Performance, Sound oder konzeptuelle Projekte, sorgf\u00e4ltig beurteilen zu k\u00f6nnen und genau dort Diversit\u00e4t zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den visuellen K\u00fcnsten sind Kommissionsmitglieder bereits heute gefordert, den breiten F\u00e4cher an Disziplinen zu beurteilen. Daf\u00fcr braucht es Expert:innen-Wissen \u00fcber die aktuelle k\u00fcnstlerische Landschaft und \u00fcber disziplinspezifisches Wissen. Wenn jetzt im Zusammenschluss der Sparten durch eine grosse Kommission beurteilt wird, f\u00f6rdert das gerade das \u00abGartendenken\u00bb, was die neue Kulturstrategie eigentlich vermeiden will. Wenn pro Disziplin zwei aus den Fachjurys gew\u00e4hlt werden und es sind dann insgesamt 12 von 14 Expert:innen, die disziplinfremde Dossiers beurteilen, verteidigen die Expert:innen ihre Disziplin, und die Qualit\u00e4t f\u00fcr eine Beurteilung wird erheblich leiden. Es ist also unseres Erachtens sinnvoll, die heutige Praxis mit den Spartenkommissionen beizubehalten, auch wenn zukunftsweisend die Grenzen fliessender werden. Um dieser Tendenz gerecht zu werden, regen wir an, einen <strong>F\u00f6rderpool speziell f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Projekte <\/strong>einzurichten, weil so ein gr\u00f6sserer F\u00e4cher von disziplin\u00fcbergreifenden Projekten M\u00f6glichkeiten der F\u00f6rderung erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir regen an, <strong>gew\u00fcnschte Schwerpunktthemen vom Gemeinderat mit zus\u00e4tzlichen Pools <\/strong>und Ausschreibungen umzusetzen. Damit ist gew\u00e4hrleistet, dass die Kulturschaffenden w\u00e4hlen k\u00f6nnen, ob sie zu diesen Schwerpunkten ein Projekt entwickeln wollen und damit ist die k\u00fcnstlerische Freiheit gew\u00e4hrleistet. Die <strong>inhaltliche Substanz <\/strong>in Projekte ist mit den aktuellen Spartenkommissionen gegeben und die spartenspezifischen Projekte unterstehen keinem Zwang. Transdisziplin\u00e4re Projekte werden heute schon im Austausch mit anderen Spartenkommissionen beurteilt, daf\u00fcr braucht es keine umfassende Reorganisation, welche viele Ressourcen verbraucht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dass <strong>K\u00fcrzungen in der Kultur <\/strong>anstehen, bedauern wir grunds\u00e4tzlich. Gerade im Hinblick auf die Pandemie und die prek\u00e4ren Lebenshaltungen von Kunstschaffenden per se, setzt eine weitere K\u00fcrzung die K\u00fcnstler:innen noch mehr unter Druck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Zusammenfassend:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es gibt einige Punkte, die wir als Berufsverband der visuellen K\u00fcnste begr\u00fcssen, wie die konsequente Regelung von Sozialversicherungen, die F\u00f6rderung von Initiativen f\u00fcr Dienstleistungsangebote im Bereich Management f\u00fcr K\u00fcnstler:innen. Die Ziele insbesondere die, der Nachhaltigkeit, der, Diversit\u00e4t, der Diskriminierungsfreiheit, Chancengerechtigkeit und der sozialen Sicherheit<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">unterst\u00fctzen wir. Wir regen an, F\u00f6rderpools f\u00fcr interdisziplin\u00e4re Projekte und f\u00fcr die F\u00f6rderung von Schwerpunktthemen nach W\u00fcnschen des Gemeinderats einzurichten. Mit diesen zus\u00e4tzlichen Instrumenten kann die Kulturf\u00f6rderung der Stadt Bern agil auf zeitgem\u00e4sse Anliegen reagieren und gleichzeitig Qualit\u00e4t wahren. Wir pl\u00e4dieren f\u00fcr den Erhalt der Spartenkommissionen und den entsprechenden Krediten und abzusehen von einer Zusammenlegung der Sparten gem\u00e4ss unseren Ausf\u00fchrungen oben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unseres Erachtens hat die vorliegende Kulturstrategie grossen Diskussionsbedarf. Wir w\u00fcrden es sehr begr\u00fcssen, die kritischen Punkte gemeinsam mit den betroffenen Kulturschaffenden und der Kulturabteilung diskutieren zu k\u00f6nnen und so die Vision von Kultur Stadt Bern besser zu verstehen und im Dialog auch unsere Anliegen besser verst\u00e4ndlich machen zu k\u00f6nnen. Wir unterst\u00fctzen hier auch die ausf\u00fchrliche Stellungnahme vom \u00abKollektiv Bern\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Visarte Bern<br>Im August 2022<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><strong><span class=\"has-inline-color has-very-dark-gray-color\">Cantonale Berne Jura<\/span><\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Cantonale Berne Jura als wichtiges Schaufenster des Bernischen Kunstschaffens ist wiederkehrend Anlass f\u00fcr R\u00fcckmeldungen von Kunstschaffenden. Wir suchten daher im Rahmen eines Gespr\u00e4chs den Kontakt mit den Verantwortlichen der Cantonale Berne Jura, um Grundlegendes zu er\u00f6rtern und zu besprechen. Es wurde festgestellt, dass die neun H\u00e4user oder Ausstellungsstandorte w\u00e4hrend der Ausstellung sehr gut besucht sind. W\u00e4hrend der Cantonale schl\u00e4gt die Kantonale Kunstkommission Werke zum Ankauf vor.<br><br>Da der Aufwand f\u00fcr die Kunstschaffenden, teilweise bedingt durch lange Anfahrtswege und unterschiedliches Kunstgut, gross ist, stellt sich die Frage nach einer fairen Entsch\u00e4digung der Fahrspesen. Die Gesch\u00e4ftsleitung Cantonale Berne Jura und Visarte Bern sind mit dem Anliegen f\u00fcr eine Spesenentsch\u00e4digung f\u00fcr ausstellende Kunstschaffende an den Kanton Bern gelangt und waren erfolgreich. Seit der Cantonale Berne Jura 2020\/21 stehen entsprechende finanzielle Mittel bereit.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Visarte Bern reagiert auf die neue Kulturbotschaft des Gemeinderats Kulturbotschaft des Gemeinderats-2024-2027 Stellungnahme der Visarte Bern zu Kulturstrategie 2024 \u2013 2027 der Gemeinde Bern Als Berufsverband der visuellen K\u00fcnste nehmen wir zur vorliegenden Kulturstrategie 2024 \u2013 2027 wie folgt Stellung: &hellip; <a href=\"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/?page_id=3269\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"sidebar-page.php","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3269","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3269","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3269"}],"version-history":[{"count":21,"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3269\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4219,"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3269\/revisions\/4219"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/visartebern.ch\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}